Der Reparaturberuf in Deutschland: Ein Status Quo

Der Runde Tisch Reparatur hat in einem Factsheet den aktuellen Sachstand zum Reparatursektor und zum Reparaturberuf in Deutschland erarbeitet und zusammengefasst.

Eine verlängerte Nutzungsdauer von Produkten ist ein zentraler Baustein für Ressourcen- und Klimaschutz. Eine bislang jedoch unzureichend berücksichtigte Herausforderung stellt der Fachkräftemangel im Reparatursektor dar. Dieses Factsheet bietet einen Überblick über den aktuellen Stand des Reparaturberufs in Deutschland und geht den Fragen nach, welche reparaturrelevanten Tätigkeiten existieren, wie viele Menschen in diesem Bereich tätig sind und welche Zugangs- sowie Qualifizierungswege zur Verfügung stehen.

Mit rund einem Prozent an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung erreicht der Reparaturbereich eine makroökonomische Größenordnung, die mit etablierten Wirtschaftszweigen vergleichbar ist. Dazu zählen etwa die Land- und Forstwirtschaft (rund 0,8 % im Jahr 2023), die pharmazeutische Industrie (ebenfalls rund 0,8 % im Jahr 2024) sowie die Wasser- und Abfallwirtschaft (ca. 1,0 bis 1,3 %).

Eine zentrale Frage der Untersuchung war von besonderem Interesse: Wer repariert in Deutschland? Hierbei lässt sich zwischen gewerblichen und nicht-gewerblichen Reparaturtätigkeiten unterscheiden sowie zwischen Reparatur im Handwerk und außerhalb des Handwerks. Im nicht-gewerblichen Bereich kann zusätzlich differenziert werden zwischen alltäglichen Reparaturen im privaten Umfeld und zivilgesellschaftlichen Initiativen wie beispielsweise Repair-Cafés.

Darüber hinaus werden auch Qualifizierungs- und Bildungswege betrachtet, sowohl im Angestelltenverhältnis als auch in der Selbstständigkeit. Dabei werden zudem bestehende Inkonsistenzen in den regulatorischen Rahmenbedingungen für die Ausübung von Reparaturtätigkeiten sichtbar gemacht.


Dieses Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und das Umweltbundesamt (UBA). Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

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