Reparaturkompetenz
MACH DAS REPARIEREN ZU DEINEM BERUF!
Das Recht auf Reparatur soll dafür sorgen, dass wir wieder mehr reparieren. Es gibt aber immer weniger Menschen, die das können. Qualifizierte Reparaturkräfte werden dringend gesucht. Der Einstieg in die Branche kann einfacher sein als gedacht, man muss nur wissen, wie!
Mit oder ohne Ausbildung, frisch von der Schule oder nach Jahren im Büro, neu in Deutschland oder schon lange hier:
Diese Seite zeigt dir, wie du mit der Reparatur dein Geld verdienen kannst.
DER REPARATURSEKTOR
Der Reparatursektor in Deutschland ist ein wichtiges wirtschaftliches Standbein: Er sichert Arbeitsplätze, stärkt lokale Wirtschaftskreisläufe und trägt entscheidend zum Klima- und Ressourcenschutz bei.
Der Reparatursektor in Zahlen:
WARUM SICH DER REPARATURBERUF LOHNT
JETZT EINSTIEG FINDEN - WELCHER WEG PASST ZU DIR?
Selbständig
Du möchtest einen eigenen Betrieb
Zugewandert
Du hast im Ausland gelernt
Quereinstieg
Du suchst etwas Neues
Ausbildung
Du suchst einen Ausbildungsplatz
SELBSTÄNDIGKEIT
Du möchtest dich selbständig machen und eine Reparaturwerkstatt oder einen Reparaturbetrieb aufbauen? Ob das einfach oder aufwändig ist, hängt vor allem davon ab, was du reparieren willst, denn die gesetzlichen Anforderungen unterscheiden sich je nach Produktgruppe und Schutzklasse stark.
Grundsätzlich gilt:
- Handwerksbetriebe (Anlage A der Handwerksordnung) brauchen einen Meisterbrief oder eine gleichwertige Ausnahmegenehmigung
- Zulassungsfreie Handwerksberufe (Anlage B1 und B2) können ohne Meister betrieben werden
- Reparaturbezogene Tätigkeiten außerhalb des Handwerks unterliegen keinen handwerksrechtlichen Zulassungsbeschränkungen.
Was immer Pflicht ist: eine Gewerbeanmeldung beim zuständigen Gewerbeamt.
Welche Reparaturen möchtest du in deiner Werkstatt anbieten?
Elektrogeräte
Haushaltsgeräte, PCs, Gartengeräte
Fahrzeuge
KFZ, Fahrräder, E-Bikes, E-Scooter
Möbel
Polster- und Holzarbeiten
Gesundheit
Hörgeräte, Brillen, Orthopädieschuhe
Maschinen
Industrielle Anlagen
Schuhe
Lederschuhe, Sneaker
Uhren
Textilien
Textilreinigung
Zulassungsfreie Handwerke (Anlage B1)
Meisterprüfung
nicht erforderlich, aber möglich
Handwerksrolle
Eintrag erforderlich (Anlage B1)
Kleidung
Kunststopfer
Kleidung
Änderungsschneiderei
Metall
Textilreinigung
Schuhe
Einfache Schuhreparaturen
Metallsägen
Schärfen
Handwerksähnliche Berufe (Anlage B2)
Meisterprüfung
nicht erforderlich, aber möglich
Handwerksrolle
Eintrag erforderlich (Anlage B2)
Elektrogeräte (Akku)
Smartphones, Tablets & co.
Außerhalb des Handwerks
Meisterprüfung
nicht erforderlich
Handwerksrolle
Eintrag nicht erforderlich
Quereinstieg
Auch ohne einschlägige Ausbildung im Reparaturhandwerk gibt es Wege in den Beruf – mit oder ohne verwandte Vorqualifikation.
ZUGEWANDERT
Du hast dein Reparatur-Können nicht in Deutschland gelernt? Deine Qualifikation kann anerkannt werden. Wie das Verfahren abläuft, hängt davon ab, ob du innerhalb oder außerhalb der EU gelernt hast.
AusbildunG
Es gibt zahlreiche Ausbildungsberufe, die im Reparatursektor angesiedelt sind.
In der Regel dauern Ausbildungen in Deutschland 2 bis 3,5 Jahre, danach arbeitest du angestellt als Geselle in einem Betrieb.
Viele Ausbildungen basieren auf dem dualen System. Das bedeutet, dass die Ausbildung an zwei Orten gleichzeitig stattfindet: im Betrieb (Praxis) und in der Berufsschule (Theorie).
Die Reparatur von Produkten, Geräten und Maschinen spielt in einigen Ausbildungsgängen eine wichtige Rolle. Es gibt aber keinen Ausbildungsberuf, in dem du NUR Reparieren lernst.
Was möchtest du reparieren lernen?
rechtliche grundlagen
Meisterpflicht und Ausnahmen von der Meisterpflicht
Wenn du selbständig in einem Anlage A-Gewerk (z.B. Elektronik oder Zweiradmechanik) arbeiten möchtest, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am einfachsten kannst du dich mit bestandener Meisterprüfung selbständig machen. Alternativ gibt es aber auch Ausnahmebewilligungen und Ausübungsberechtigungen.
Möglichkeiten ohne Meistertitel selbständig in einem Anlage A-Gewerk zu arbeiten:
Let's talk money
Verdienstmöglichkeiten
Ausbildung
Die gesetzliche Mindestvergütung liegt 2026 bei 724 € im ersten Lehrjahr und steigt über die Lehrjahre an. Im Schnitt über alle Lehrjahre und Handwerksberufe verdienen Azubis in tarifgebundenen Betrieben rund 1.209 € brutto monatlich (Quelle: BIBB).
Nach der Ausbildung / Quereinstieg (Beispiel Elektroniker/in):
Berufseinstieg 2.800–3.200 € brutto monatlich, mit Erfahrung 3.600–4.200 €.
Selbständigkeit
Angestellte Meister/innen 3.800–5.200 € brutto monatlich. Für Selbständige gibt es keine offizielle Statistik. Je nach Reparaturbranche erwirtschaftet ein Betrieb im Schnitt zwischen rund 30.000 € und 67.000 € Wertschöpfung pro Kopf im Jahr. Wie viel davon als persönliches Einkommen ankommt, hängt stark von Betriebsgröße und Kostenstruktur ab.
Fördermöglichkeiten
Unser Fact Sheet
Die wichtigsten Infos und Links zusammengefasst
Dieses Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und das Umweltbundesamt (UBA). Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.
Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.






