Für ein Recht auf Reparatur

 

Gemeinsam mit seinen Partnern setzt der Runde Tisch Reparatur sich für eine neue Kultur der Reparatur in Deutschland ein.

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Aktuelles

Neue Bundesregierung muss Recht auf Reparatur wirksam umsetzen: Der Teufel liegt im Detail

Der Runde Tisch Reparatur und 24 weitere Organisationen und Unternehmen begrüßen die im Koalitionsvertrag von der Bundesregierung angekündigte Umsetzung des Rechts auf Reparatur. Die bessere Reparierbarkeit von Produkten, Zugang zu Ersatzteilen und Reparaturanleitungen und verpflichtende Update-Zeiträume sind wichtige Maßnahmen, um die Lebensdauer unserer Produkte zu verlängern und dadurch Ressourcen zu schonen, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, Verbraucher*innen zu entlasten und das reparierende Handwerk zu fördern.

Wie Ökodesign uns das Recht auf Reparatur bringen kann – und was 2022 ansteht

Ökodesign soll die negativen Auswirkungen eines Produktes auf die Umwelt und das Klima minimieren. Das neue Factsheet des Runden Tisch Reparatur erklärt, wie diese Vorgaben unsere Produkte reparierbarer machen sollen, welche wichtigen Punkte dabei beachtet werden müssen und welche Pläne die EU-Kommission für das Jahr 2022 in diesem Bereich hat.

Google und das Werbeverbot: Keine Bewegung nach über zwei Jahren Reparaturdiskriminierung

Seit zwei Jahren dürfen weltweit und auch in Deutschland freie Werkstätten ihre Reparaturangebote auf Google nicht mehr bewerben. Alle Proteste der Betroffenen und die Versuche des Runden Tisch Reparatur, daran etwas zu ändern, blieben bisher erfolglos.

Neue Bundesregierung und das Recht auf Reparatur: Was können wir erwarten?

In ihrem Koalitionsvertrag bekennt die Ampel-Koalition sich erstmals zum Recht auf Reparatur und verspricht nachhaltigere Produkte und eine neue Rohstoffpolitik. Wir werfen einen ersten einordnenden Blick auf die Ankündigungen.

Unsere Partner

DAS RECHT AUF REPARATUR

Wir müssen unsere Wirtschaft und unseren Umgang mit Ressourcen reparieren. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Runde Tisch Reparatur und seine Partner setzen sich für eine Stärkung der Reparatur als wesentliches Element der Ressourcenschonung auf deutscher und europäischer Ebene ein. Dies wurde bisher durch die Politik versäumt.

Indem die Reparatur wieder zu einem normalen Bestandteil des Alltags und des Wirtschaftslebens wird, nutzen wir unsere Ressourcen länger und nachhaltiger. Wir setzen uns intensiver mit dem auseinander, womit wir uns täglich umgeben und erweitern unser Wissen und unsere Fähigkeiten. Und wir unterstützen lokale Handwerksbetriebe.

Dafür braucht es ein herstellerunabhängiges Recht auf Reparatur für alle, das aus folgenden Maßnahmen besteht:

Zugang zu Ersatzteilen für alle

Hersteller, Händler und Importeure müssen allen Marktakteuren über die gesamte Nutzungsdauer hinweg Ersatzteile zugänglich machen.

Der Preis von Ersatzteilen muss dabei in einem vernünftigen und begründbaren Verhältnis zu ihren Herstellungskosten stehen.

Reparaturbetrieben und Initiativen muss außerdem in geeigneter Form ein Zugang zu Altgeräten ermöglicht werden, um aus diesen Ersatzteile zu gewinnen.

Reparaturfreundliches Produktdesign

Das Produktdesign entscheidet maßgeblich mit darüber, ob ein Produkt repariert werden kann. Verklebung von Teilen kann zur Irreparabilität eines Produktes führen, festverbaute Elemente können eine Nachrüstung unmöglich machen.

Anforderungen an die Reparierbarkeit sind in verbindlichen Produktanforderungen, zum Beispiel über die EU-Ökodesign-Richtlinie, zu verankern.

Auch bestehende Umweltzeichen wie der Blaue Engel sollten Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit in ihren Vergabekriterien deutlich stärker einbeziehen.

Informationen für Verbraucher*innen

Verbraucher*nnen müssen Informationen über die Möglichkeiten der Reparatur erhalten. Deshalb fordern wir die Einführung eines Reparatur-Index in Deutschland. Langfristig sollte ein EU-weites Reparaturlabel die Reparierbarkeit von Produkten am Verkaufsort vergleichbar machen und Reparaturfreundlichkeit zum Verkaufsargument machen.

Darüber hinaus müssen breit angelegte Informations- und Aufklärungskampagnen den Stellenwert einer längeren Produktnutzung für Ressourcen- und Umweltschutz deutlich machen und die Bedeutung von Reparaturmöglichkeiten hierfür herausstellen.

Die Reparaturbewegung nimmt Fahrt auf

Die Politik hat die Notwendigkeit eines Recht auf Reparatur inzwischen erkannt, ist aber noch lange von einer tatsächlichen Umsetzung entfernt. Die Unzufriedenheit und Frustration über un-reparierbare Produkte, teure oder gar nicht erhältliche Ersatzteile und Lobbying der Hersteller gegen ein Recht auf Reparatur tragen dazu bei, dass immer mehr Menschen sich in der Reparaturbewegung engagieren. Mitglieder ehrenamtlicher Reparaturcafés, Handwerker*innen, Verbraucher*innen, Umwelt- und Verbraucherschützer*innen, Wissenschaftler*innen, Technik-Fans, Designer*innen: Die Vielfalt innerhalb der Bewegung ist groß und zeichnet sie aus.

Seit 2015 vernetzt der Runde Tisch Reparatur all diese Akteure der Reparaturbewegung und bringt ihre Forderungen in politische Prozesse und öffentliche Diskussionen ein. Gemeinsam mit seinen Partnern setzt er sich zudem auf europäischer Ebene im Rahmen der Right to Repair Europe Kampagne für die Reparaturförderung ein.

Aktuelle Entwicklungen Mehr über den Runden Tisch Reparatur e.V.Right to Repair Europe

Warum überhaupt reparieren?

Wir konsumieren nicht nachhaltig. Abfallberge wachsen
und der hohe Energie- und Ressourcenverbrauch gefährdet
das Klima. Um unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren,
müssen wir Produkte deutlich länger nutzen.

 

Das Potential hinter der Reparatur

So schützen Reparaturen unsere Umwelt

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