Der Preis ist heiß! Von unfairen Ersatzteilpreisen und fehlendem Wettbewerb

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Nehmen wir an, Sie haben vor ein paar Jahren Ihren kabelgebundenen Staubsauger durch einen akkubetriebenen ersetzt. Zunächst waren Sie begeistert davon, kein Kabel mehr mit sich herumschleppen zu müssen. Doch inzwischen reicht eine Akkuladung kaum noch bis ans andere Ende Ihres Wohnzimmers. Also fragen Sie im Fachhandel nach einem neuen Akku - nur um festzustellen, dass allein das Ersatzteil so viel kostet wie ein neuer Staubsauger. Kommen noch Arbeitskosten dazu, wäre es viel sinnvoller, den Staubsauger durch dieses tolle neue Modell zu ersetzen, das gerade im Angebot ist. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Seit vielen Jahren prangert die Reparaturbewegung die unverschämt hohen Ersatzteilpreise an, die eine Reparatur häufig ausschließen, indem sie sie oft teurer machen als einen Austausch. Während sich in den letzten Jahren sowohl in der EU als auch in den USA viel für das Recht auf Reparatur getan hat, hat sich für Verbraucher*innen mit einem kaputten Gerät im Haus nicht wirklich viel geändert.

Für Staubsauger, Waschmaschinen und einige andere Produkte gelten mittlerweile Anforderungen an die Reparierbarkeit, die in Ökodesign-Verordnungen festgelegt sind. So müssen die Hersteller sicherstellen, dass die wichtigsten Teile mit handelsüblichen Werkzeugen entfernt werden können und professionellen Reparateuren noch einige Jahre nach dem Verkauf des letzten Geräts zur Verfügung stehen. All dies erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Reparatur. Was dabei jedoch nicht beobachtet wird: der Preis der Ersatzteile. [1]

Ein Teil teurer als das Ganze

Seit etwa 5 Jahren beobachten wir den Preis einer bestimmten Platine für eine Waschmaschine, der zwischen 299 € und 1073 € schwankt - letzteres ist teurer, als die ganze Maschine je gekostet hat. Sicherlich eine Panne? Nicht unbedingt. Als wir uns in Vorbereitung auf unser "The Price is Right"-Spiel die Ersatzteilpreise genauer ansahen, fanden wir schnell ähnliche Beispiele: von einem Samsung-LCD-Panel, das fast 25 % mehr kostet als der dazugehörige Fernseher, bis hin zu einem 60 € teuren Motor für einen Gardena-Rasentrimmer, der inklusive Versand nur 37 € kostet (siehe Bild). [2] Das sind über 160 % des Produktpreises für ein einziges Teil! Wenn Sie nicht gerade eine Werkstatt finden, die Ihnen Geld für die Reparatur Ihres Rasentrimmers zahlt, lohnt sich eine Reparatur so wohl kaum, oder?

37 € für den gesamten Trimmer, 60 € für den Motor. Kein guter Tag für die Reparatur.

Das sind extreme Beispiele, aber eine Reparatur kann auch schon mit weniger Aufwand verhindert werden. Die meisten Menschen ziehen eine Reparatur nur dann in Betracht, wenn die Gesamtkosten der Reparatur weniger als 30-40 % des Produktwerts betragen. [3] Da sich Reparaturkosten in der Regel aus den Arbeitskosten und den Kosten für Ersatzteile zusammensetzen (vorausgesetzt, es fallen keine Transport- oder Fahrtkosten an), kann man davon ausgehen, dass der Preis für Ersatzteile unter 15-20 % des Produktpreises liegen sollte, damit die Kosten unterhalb dieser kritischen Schwelle bleiben. [4]

Wichtige Teile wie Akkus, Motoren, Steuerplatinen und Displays überschreiten diese Schwelle sehr oft und selbst die banalsten Teile können überraschend hohe Kosten verursachen. Stellen Sie sich vor, Sie müssten 253 € für ein Ersatzladegerät für Ihren MSI-Laptop oder 214 € für einen Geschirrkorb für Ihren Beko-Geschirrspüler bezahlen. Vielleicht geht auch das Türglas Ihres 299 € teuren Ikea-Matälskare-Backofens zu Bruch und Sie müssen feststellen, dass allein das Glas 92 € kostet: In diesen Fällen ist es wirtschaftlich nicht sinnvoll, eine Fachperson ins Haus kommen zu lassen, die das Glas ersetzt. Ohne Spielraum für Arbeitskosten ist es nicht verwunderlich, dass kleine Reparaturbetriebe es schwer haben, sich über Wasser zu halten.

Bündelung

Ein typischer Grund dafür, dass Ersatzteile sehr teuer sein können, ist die so genannte Bündelung. Das bedeutet, dass Hersteller bestimmte Ersatzteile nicht einzeln verkaufen, sondern nur als Baugruppe oder Gruppe von Teilen anbieten. Dies kann sich aus schlechten Designentscheidungen ergeben - wie im Fall eines Macbook Air mit einer störanfälligen Tastatur, die sich nicht vom oberen Gehäuse trennen lässt, was zu Reparaturkosten von 500 € führt. Die Bündelung kann aber auch einfach eine politische Entscheidung sein. Dies ist bei der oben erwähnten Waschmaschine der Fall, für die man ein Set aus zwei Platinen, einem Regler und mehreren anderen Kunststoffteilen kaufen muss, selbst wenn nur das Display defekt ist. Dabei handelt es sich technisch gesehen um verschiedene Teile, die einzeln ausgetauscht werden können. Der Hersteller hat sich aber dafür entschieden, sie nicht einzeln zu verkaufen. So kann es passieren, dass etwas so Triviales wie eine Abdeckung für einen Laserdrucker kaputt geht und man feststellen muss, dass sie nur zusammen mit dem Lasergerät erhältlich ist, was satte 553 € kostet. [5] Ein besonders auffälliges Beispiel ist eine einzelne, nicht genormte Schraube (mit Linksgewinde), die zur Befestigung der Grundplatte einer 265 € teuren Metabo-Stichsäge verwendet wird. Die Schraube ist nicht einzeln erhältlich: Sie müssen die gesamte Grundplatte kaufen (siehe Bild). Kostenpunkt: 49€.

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Dies sind alle Teile einer Stichsäge, die Sie kaufen müssen, auch wenn Sie nur die Schraube unten links benötigen...

Preisgestaltung

Bündelung ist nur eine von vielen Methoden, mit denen manche Hersteller Teile unnötig teuer machen. Am einfachsten ist es natürlich, einen hohen Preis festzulegen. Wodurch wird also der Preis von Ersatzteilen bestimmt? Wie bei allen Produkten berücksichtigt ein Hersteller bei der Preisgestaltung eine Reihe von Faktoren wie Produktions-, Transport- und Lagerkosten sowie Angebot und Nachfrage, Marktsegmentierung und natürlich die allgemeine Unternehmensstrategie. Daher kann es für hohe Ersatzteilpreise eine Reihe von Gründen geben.

Das soll nicht heißen, dass Kosten keine Rolle spielen. Natürlich ist die Lagerhaltung von Ersatzteilen im Laufe der Zeit eine kostspielige Angelegenheit - es ist definitiv einfacher, eine Ladung Geräte zu verkaufen und das Thema zu vergessen. Aber die Preisunterschiede auf dem Ersatzteilmarkt sind so absurd groß, dass sie mit Kostenfaktoren allein kaum zu erklären sind. In einigen Fällen scheint klar zu sein, dass Hersteller schlicht und einfach Wucherpreise auf Ersatzteile anwenden (ein EU-Abgeordneter, der an der Ausarbeitung neuer Regelungen zur Förderung von Reparaturen beteiligt ist, fühlte sich dabei an Kartelle erinnert). Letztlich kann man sagen, dass die meisten Hersteller sich nicht beschweren, wenn Sie ein komplett neues Gerät kaufen, anstatt für ein Ersatzteil zu zahlen.

Mangelnder Wettbewerb und fehlende Transparenz

Aufmerksamen Leser*innen ist vielleicht aufgefallen, dass bei allen oben aufgeführten Faktoren für die Preisgestaltung ein wesentliches Element fehlt: der Wettbewerb. Normalerweise spielt der Wettbewerb bei der Festlegung von Preisen eine wichtige Rolle. Viele politische Entscheidungsträger*innen gehen davon aus, dass er auch das Problem der Reparaturkosten lösen kann. Bei Ersatzteilen gibt es jedoch nur sehr wenig tatsächlichen Wettbewerb. Sie können nicht einfach bei Bosch und Miele einkaufen gehen, um ein billigeres Ersatzteil für Ihre AEG-Waschmaschine zu finden. Bei der Reparatur sind Sie dem Markenhersteller weitgehend ausgeliefert. Dieser hat oft ein Monopol auf Ersatzteile und kann Ihnen daher jeden beliebigen Preis berechnen. Ob Sie nun für ein überteuertes Ersatzteil bezahlen oder ein neues Gerät kaufen - für die Industrie ist es immer ein Gewinn.

Entscheidend ist deshalb, die Ersatzteilpreise schon lange vor dem Reparaturfall zu berücksichtigen, d.h. bei der Kaufentscheidung für ein Gerät. Dies setzt jedoch voraus, dass die Ersatzteilpreise zu diesem Zeitpunkt transparent sind. Einige Marken, wie die der französischen SEB-Gruppe, haben Reparierbarkeit zu einem wichtigen Verkaufsargument gemacht. Grundsätzlich strebt die SEB an, Ersatzteilpreise auf max. 50 % des Produktpreises zu begrenzen - auch wenn Sie für den Motor eines 28 € teuren Moulinex-Mixers (der von SEB hergestellt wird) immer noch etwa 18 € bezahlen müssen, was einem Preisverhältnis von 60 % zwischen Teil und Produkt entspricht. [6] Da andere Marken ihre Preispolitik für Ersatzteile nicht offenlegen, ist eine fundierte Entscheidung jedoch kaum möglich.

Bei einigen Produkten kann der französische Reparaturindex Abhilfe schaffen: So können Sie sich für eine Waschmaschine entscheiden, die beim Ersatzteilpreis 10/10 Punkten erhält und nicht nur 2,5/10 Punkten, oder für einen Fernseher, der 7,5/10 Punkte erhält und nicht nur 0/10 Punkte. [7] Sie können jedoch auf keiner Website nach Produkten mit guten Ersatzteilnoten suchen oder sie nach der Kategorie "Ersatzteile" filtern. Sie müssen sich jedes Produkt und dessen Bewertungstabelle einzeln ansehen - die möglicherweise nicht einmal online verfügbar ist, obwohl der Verkäufer gesetzlich verpflichtet ist, sie auf Anfrage zur Verfügung zu stellen.

Idealerweise würden wir die notwendige Transparenz auf EU-Ebene schaffen. Unsere Bemühungen, den Ersatzteilpreis in den ersten EU-weiten Reparaturindex (für Smartphones) aufzunehmen, blieben jedoch erfolglos. Ab 2025 müssen Smartphone-Hersteller Ersatzteilpreise zwar bekannt geben, können sie aber nach dem Kauf des Geräts jederzeit beliebig ändern.

Wäre es nicht viel einfacher, wenn alle Hersteller (nicht nur für die wenigen Produkte, die in den nächsten Jahren unter die neuen Ökodesign-Vorschriften fallen dürften) die Preise für Ersatzteile auf ihrer Website angeben müssten? Noch besser wäre es, wenn die Hersteller verpflichtet wären, ihre ursprünglich veröffentlichten Preise im Laufe der Zeit beizubehalten (oder zumindest Abweichungen aufgrund von Inflation oder Änderungen in der Logistik in vernünftigen Grenzen zu halten). Diese beiden Transparenzmaßnahmen würden dafür sorgen, dass die Preise vergleichbar bleiben und nicht so stark schwanken, wie im Falle der Waschmaschinenplatine mit Preisen zwischen 299 € und 1073 €. Wenn dann noch ein EU-weiter Reparaturindex hinzukäme, der auch die Preise für Ersatzteile berücksichtigt, könnten Verbraucher*innen endlich eine fundierte Entscheidung treffen, wenn sie reparierbare Produkte kaufen möchten.

Aftermarket-Teile

Interessanterweise drückt Wettbewerb, wenn er denn stattfindet, tatsächlich die Preise. Das gibt uns eine Vorstellung von den mitunter irrsinnigen Gewinnspannen, die Markeninhaber bei Ersatzteilen erzielen.

So verwenden beispielsweise verschiedene Waschmaschinen- und Geschirrspülermodelle dieselbe Art von Pumpen, Ventilen, Heizelementen usw., die die Gerätehersteller oft als Standardteile von ihren eigenen Zulieferern beziehen. In solchen Fällen kann eine Reparaturwerkstatt das gleiche oder ein ähnliches Teil von einem Ersatzteilhändler beziehen, bei dem es sich sogar um den Originalhersteller des Teils handeln könnte. Im Gegensatz zu den Herstellern von Autoteilen darf der Teilehersteller das völlig identische Teil jedoch nicht als "Original" bewerben, wenn es nicht den Markennamen des Produkts trägt.

Solche Aftermarket-Teile kosten häufig nur einen Bruchteil des Markenpreises: Ein Samsung-Heizelement kostet eine Werkstatt über 50 € (ohne MwSt.), während ein Nachbauteil nur 12 € kostet. Ein nachgemachtes Einlassventil, das ein 51 € teures Originalteil der Marke "Candy" ersetzt, wird für etwa 5,50 € verkauft (siehe Abbildung).

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Preise (ohne MwSt.) für "Original"- und Aftermarket-Heizelemente und Einlassventile für eine Waschmaschine, wie sie auf Visynet, einer Ersatzteilplattform für Reparaturbetriebe, angeboten werden.

Das Gleiche gilt für den Motor Ihres Dyson-Staubsaugers und die Kopfhöreraufsätze Ihrer Bose-Kopfhörer. Muss der Vergaser Ihres Rasentrimmers von Husqvarna gewartet werden, kostet ein Satz von nur drei briefmarkengroßen Vergasermembranen 47 €, wenn Sie ihn bei der Marke kaufen. 12 € kostet er bei dem Hersteller, der ihn für die Marke produziert, und nur 5 € kostet er bei einem allgemeinen Ersatzteilanbieter. Zwar mag es bei einigen dieser Teile feine Qualitätsunterschiede geben, aber ein Preisaufschlag von 900 % ist kaum zu rechtfertigen - und man kann verstehen, dass einige Werkstätten dies als Abzocke betrachten.

Gebrauchte Teile

Auch gebrauchte Teile aus Altgeräten können eine Lösung sein. Erinnern Sie sich an die 500 € teure Tastaturreparatur, die wir bereits erwähnt haben? Sie können auch eine aufbereitete Tastatur für 99 € bekommen. So kommt man eventuell auch an Teile, die der Hersteller nicht mehr anbietet, wie z. B. einen Lüfter für dasselbe MacBook. Erfahrene Reparateur*innen und Gebrauchtwarenläden, die Elektrogeräte wiederaufbereiten, haben oft ganze Regale voller Gebrauchtteile, mit denen sie die verschiedensten alten und neuen Geräte reparieren können (siehe Bild).

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Sepp Eisenriegler, Gründer des Wiener Reparatur- und Service-Zentrums (RUSZ), mit seinem großen Bestand an Gebrauchtteilen. Bild © Foto Stickler

Serialisierung schränkt Möglichkeiten ein

Da Hersteller jedoch zunehmend eine Technik namens Teilekopplung (“parts pairing) einsetzen, um die Verwendung von Nicht-Original- und aufbereiteten Originalteilen einzuschränken, könnte damit schon bald Schluss sein. Bei dieser Methode weigert sich das Produkt, normal oder überhaupt zu funktionieren, wenn es das Vorhandensein eines Teils - ob "Original" oder nicht - feststellt, das nicht im Werk eingebaut wurde. Die Teilekopplung wird bereits in vielen Produkten eingesetzt, von Smartphones, Computern und Spielkonsolen über Kaffeemaschinen und Mixer bis hin zu Traktoren und anderen Maschinen. Sie könnte schon bald auf nahezu jedes Produkt mit elektronischen Komponenten übergreifen.

Was ist die Lösung?

Das Preisproblem bei Ersatzteilen könnte durch Regulierung, durch Wettbewerb oder durch beides gelöst werden. Wenn wir es ernst meinen mit der Reparatur von Produkten, sollten Hersteller verpflichtet werden, Ersatzteile zu angemessenen Preisen anzubieten. Der aktuelle EU-Vorschlag für Vorschriften zur Förderung der Reparatur von Waren bietet eine einmalige Chance, eine Verpflichtung für faire Preise für alle Ersatzteile zu schaffen. Wenn wir andererseits darauf setzen, dass der Wettbewerb die Ersatzteilpreise tatsächlich senkt, brauchen wir Transparenz über die von den Markenherstellern verlangten Preise sowie gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Verwendung von neuen Originalteilen, Aftermarket-Teilen und Gebrauchtteilen. Dies erfordert ein vollständiges Verbot von reparaturfeindlichen Praktiken wie Teilekopplung und -bündelung. Idealerweise brauchen wir alle diese Dinge - kurz gesagt, wir brauchen ein universelles Recht auf Reparatur.

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[1] Die kürzlich veröffentlichte Batterieverordnung schreibt vor, dass Ersatzakkus zu einem angemessenen und nicht-diskriminierenden Preis zur Verfügung gestellt werden müssen, allerdings erst ab Februar 2027 und ohne zu definieren, was angemessen und nicht-diskriminierend genau bedeutet.

[2] Alle genannten Preise sind inkl. MwSt., sofern nicht anders angegeben. Die angegebenen Preise waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt und die Links gültig. Wenn Sie dies jedoch zu einem späteren Zeitpunkt lesen, stellen Sie möglicherweise fest, dass sich einige der Preise geändert haben oder dass einige der Links nicht mehr funktionieren.

[3] Deloitte nennt 30 % für französische Verbraucher*innen und 30-40 % für schwedische Verbraucher*innen (Präsentation des Expertenworkshops zur verstärkten Reparatur von Elektro- und Elektronikgeräten im Haushalt (Brüssel, 2017), S. 48-49). Dies könnte eine hohe Schätzung sein: Laut Sahra Svensson-Hoglund ea., Barriers, enablers and market governance: A review of the policy landscape for repair of consumer electronics in the EU and the U.S. (2021), "wurde die Zahlungsbereitschaft für Reparaturen von Kleinelektronik im Allgemeinen auf 20 % der Wiederbeschaffungskosten geschätzt" (S. 6, unter Berufung auf McCollough (2007)). Siehe auch die Studie der Europäischen Kommission über das Verhalten der Verbraucher*innen in der Kreislaufwirtschaft (Oktober 2018).

[4] Diese Schwelle wird vorgeschlagen in: Florent Curel e.a., Guide pratique: Rendre la réparation accessible (Club de la durabilité, 2023), S. 4.

[5] Dieses Beispiel wird in einer Studie des Umweltbundesamtes angeführt, in der die Reparierbarkeit von Druckern untersucht wurde. Von 36 untersuchten wichtigen Teilen für Laserdrucker waren 9 überhaupt nicht erhältlich und 6 kosteten mehr als die Hälfte des Druckers, wobei das Beispiel der Abdeckung plus Lasereinheit mit 115 % zu Buche schlug. Siehe Ritthoff e.a., Methoden und Normen zur Bewertung der Reparierbarkeit von Elektro- und Elektronikgeräten, S. 98.

[6] SEB / Moulinex bietet auch Standardpreise für die Reparatur vieler kleiner Haushaltsgeräte an und würde diesen 28€-Mixer für... 25€ reparieren. Ob Sie es glauben oder nicht, das sieht angesichts des gegenwärtigen Marktes nach einem guten Angebot aus.

[7] Besonders schlimm ist die Situation bei Fernsehern. Spareka (Betreiber der Website https://www.indicereparabilite.fr/) fand heraus, dass bei allen Modellen, für die sie Daten haben, die Durchschnittsnote für das Kriterium "Ersatzteile" nur 1,2/10 betrug.