LebensLänger: Großes Interesse an den Netzwerken für Kommunen und Zivilgesellschaft

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Rund 70 Kommunen und rund 60 zivilgesellschaftliche Initiativen haben sich in den letzten Monaten für die LebensLänger-Netzwerke angemeldet. Nach den ersten beiden Netzwerktreffen geht es im November weiter. Wir freuen uns über die große Resonanz zu unserem im April gestarteten Verbundprojekt.

Rahmenbedingungen für längere Produktnutzung auf lokaler Ebene

Am 26. August 2026 kam das LebensLänger-Netzwerk für Zivilgesellschaft zum ersten Mal zusammen. Die Teilnehmenden nannten vor allem eine langfristige Finanzierung, bezahlbare Räume und die Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen als zentrale Herausforderungen. Ebenso wichtig sind für Initiativen mehr Sichtbarkeit, um neue und vielfältigere Zielgruppen zu erreichen.

Am 15. September 2026 folgte das erste Treffen des Netzwerks für Kommunen. Auch hier standen knappe Ressourcen im Vordergrund, also fehlendes Personal, angespannte Haushalte und unsichere Finanzierung. Hinzu kommt die Frage, wie erfolgreiche Pilotprojekte wie Reparaturboni oder Repair-Cafés dauerhaft verankert werden können. Viele Kommunen wünschen sich vom Netzwerk konkrete Beispiele aus anderen Städten und Gemeinden sowie praktische Hilfestellungen zu rechtlichen Fragen.

Wir freuen uns sehr über diese Resonanz. Sie zeigt, wie groß der Bedarf an Austausch rund um eine längere Produktnutzung ist, in Verwaltungen ebenso wie in Initiativen vor Ort.

Im Netzwerk für Kommunen unterstützen wir Städte, Gemeinden und Landkreise dabei, gute Rahmenbedingungen für Reparatur und andere Maßnahmen für eine längere Produktnutzung zu schaffen und so das Recht auf Reparatur lokal umzusetzen. Aus den Erfahrungen der Kommunen entwickeln wir außerdem politische Empfehlungen, die wir an Entscheidungsträger*innen übergeben.

Das Netzwerk für Zivilgesellschaft bietet Raum für Organisationen, Vereine und Reparatur-Initiativen, die mit Menschen vor Ort arbeiten und Wissen weitergeben. Gemeinsam entwickeln wir Strategien für einen wirkungsvollen Wissenstransfer, damit mehr Menschen Produkte pflegen, reparieren und länger nutzen können. Zusammen mit dem WWF machen wir diese Strategien später in einem Online-Kurs für alle Interessierten zugänglich.

Ausblick

Die nächsten Online-Treffen stehen schon fest: Am 5. November 2026 trifft sich das Netzwerk für Zivilgesellschaft zum Thema Sichtbarkeit. Am 19. November 2026 geht es im Netzwerk für Kommunen darum, wie Reparatur und Wiederverwendung auf Wertstoffhöfen gefördert werden können. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen. Teilen Sie Ihre Erfahrungen, kommen Sie mit anderen ins Gespräch und lernen Sie von erfolgreich umgesetzten Projekten.

Im Januar 2027 wird ein gemeinsames Netzwerktreffen in hybrider Form stattfinden.

Bei Fragen zum Projekt erreichen Sie uns per E-Mail:  alena.romanova@runder-tisch-reparatur.de 

Über das Projekt

LebensLänger läuft von April 2026 bis März 2029. Ziel des Verbundprojekts ist eine längere und intensivere Nutzung von Elektrogeräten, Möbeln und Textilien. Dazu setzen die Projektpartner auf fundierte Kampagnen und Bildungsangebote, eine gestärkte Infrastruktur für Sharing und Reparatur sowie langlebige Produkte und passende Dienstleistungsangebote. Verbundpartner sind der WWF, die Uni Bamberg, das Wuppertal-Institut sowie CSCP. Mehr zum Projektstart

Dieses Projekt wird gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative und das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.