US-Amerikanische Reparatur-Lobby macht Druck: Apple fürchtet sich vor dem Recht auf Reparatur

(cax) „Über drei Millionen Amerikaner arbeiten jeden Tag hart dafür, dass unsere Autos, Computer, Haushaltsgeräte oder andere kritische Infrastruktur problemlos funktionieren. Reparatur ist der Lebensnerv unserer lokalen Wirtschaft. Unsere Mitglieder sorgen dafür, dass Produkte länger leben, Konsumenten Geld sparen können und schaffen Arbeitsplätze vor Ort.“ Mit diesen Worten präsentiert sich die Reparaturlobby „repair association“ auf ihrer Website „www.repair.org“.

Mit ihrem Kampf um ein „Recht auf Reparatur“ macht diese Organisation jetzt auch in Deutschlands Medien von sich Reden. Selbst „DIE ZEIT“ kam nicht umhin über dieses Thema zu berichten. Der Hintergrund: In acht US-Bundesstaaten (Nebraska, Minnesota, New York, Massachusetts, Kansas, Wyoming, Illinois und Tennessee) diskutieren den „repair act“. Das Gesetz soll ein Recht auf Reparatur für Alle durchsetzen. Hersteller sollen jedem, der reparieren möchte, Ersatzteile und die erforderlichen Informationen zu Verfügung stellen. So kann das Reparatur-Monopol der Hersteller gebrochen werden.

Seit einigen Wochen mehren sich nun die Informationen darüber, dass vor allem Apple sehr offensiv Lobbyarbeit gegen diese Gesetzesvorhaben betreibt. Der sich als besonders cool und hipp verkaufende Konzern ist schon lange dafür bekannt, dass er bei der Konstruktion und beim Umgang mit freien Werkstätten darauf achtet, dass ihm sein Reparatur-Monopol nicht abhanden kommt. Was innovative Unternehmer nicht daran hindert, sich immer neue Strategien auszudenken, wie sie dem Wunsch der Kunden nach I-Pod-Reparatur dennoch entsprechen können.

Christine Ax

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